Samstag, 5. August 2017

Stadt Kulmbach feiert großes Bierfest und bringt die Flüchtlinge deshalb aus der Stadt?

Das ist klar ein Thema für das Frühstücksfernsehen: Da feiert das fränkische Kulmbach eine Woche lang ein bundesweit bekanntes Bierfest - und sicherheitshalber schickt die Stadtverwaltung die 20 Flücht-
linge
eines örtlichen Heimes genau zu diesem Zeitpunkt in eine 100 km entfernte Jugend-
herberge auf Urlaub.
Klarer Fall für die Medien:
Mit diesem genialen Schachzuch wollten die Stadtväter die Flüchtlinge als mögliche Störer los sein - und verhinderten gerade durch die-
sen erzwungenen Bier-Entzug die Integration der Zuwanderer. ---> Video HIER !
So kann man es natürlich sehen, aber einen Beweis dafür gibt es nicht,
da bräuchte man schon - was man nicht hat - Dokumente der Stadtver-
waltung, die diesen Grund für die Ferienmaßnahme schriftlich vermerken.

Kann sein, kann aber auch nicht sein - und dann gilt auch für Städte erst einmal die Unschuldsvermutung, finde ich.
Immerhin spricht die hohe Polizeipräsenz trotz Abwesenheit der Flüchtlinge beim Fest und auch die Erklärung dafür ("es gab keine vermehrten Straftaten von Migranten") nicht gerade für die These
der Fernsehjournalisten. ---> HIER !
Man weiß es eben nicht, denn manchmal sind die Gründe ganz banal,
wie z.B. der, dass die Sozialabteilung der Stadt eine gute Idee zu haben glaubt und dann feststellt, dass es freie Plätze in der Jugendherberge eben nur in den Sommerferien gibt, wo keine Schulklassen anreisen...

Merke: Man kann aus fast allem eine "böse" Story machen...